menu

Abtrünnig – nach Reinhard Jirgl

„Abtrünnig” (ausgezeichnet mit dem Bremer Literaturpreis 2006) geht den Geschichten von Menschen in sich rasant verändernden Landschafts- und Stadträumen nach, folgt ihnen an Orte und in Zustände, wo sichere Grenzen verfließen und neue sich auftürmen, wo sich Biografien und Erleben im Zusammentreffen mit dem Anderen, dem Nachbarn, und der fremden Geschichte des Anderen überlagern, durchdringen und bisweilen zu neutralisieren scheinen. Das Schauspielprojekt folgt zwei nicht mehr jungen Männern in die nervöse Metropole Berlin kurz nach der Jahrtausendwende. Ein Beamter des Bundesgrenzschutzes, ehemaliger DDR-Grenzsoldat, verhilft einer jungen Ukrainerin, Valentina, illegal über die deutsch-polnische Grenze. Er lässt sein Leben in Frankfurt / Oder hinter sich und begibt sich als nächtlicher Taxifahrer auf die Suche nach ihr. Auf der Suche ist auch der Bauernsohn aus dem Wendland, der den Hof seines Vaters ausgeschlagen hat, nach Hamburg aufbricht, um dort als Journalist zu arbeiten und sich Hals über Kopf in seine Therapeutin, Sophia, verliebt und der er schließlich folgt – ins Dickicht der Großstadt. Aber nirgends und für niemanden liegt neues „Ungelebtes Leben bereit, zu dem man nur herkommen und es aufzuheben braucht.“  – heißt es im Roman. (Text von: www.theaterhaus-weimar.de)

Mitwirkende
Susann Maria Hempel, Susanne Sachsse, Mariel Jana Supka, Olaf Helbing, Ronny Marzillier, Christian Wittmann
Klang, Komposition: Hempel&Sauter
Ausstattung: Peter Wächtler, Janek Müller
Dramaturgie: Dunja Funke
Regie und Bearbeitung: Janek Müller

Aufführungen:
11- bis 13. und 17. bis 19. Oktober 2oo7: Theater Hebbel am Ufer, Berlin
22. Oktober 2oo7: Schwankhalle, Bremen
o3. bis o6. Januar 2oo8: Theaterhaus Jena


October 11, 2007
minister